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Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung

weihte der Musikverein Stetten im Mai 2002

sein neues Vereinsheim feierlich ein.

Die ganze Gemeinde ist stolz auf ein Werk,

das unter teils schmerzhaften Geburtswehen entstand,

nun aber ein Prachtstück innerhalb des Ortes darstellt,

von dem alle profitieren sollen.

 

Mit der kirchlichen Segnung durch Ortspfarrer Tobias Hiller,

nahm der festliche Tag seinen Anfang.

Nach den Ansprachen und Gratulationen gab es einen Sektempfang

und ein Mittagessen für die Ehrengäste.

 

Ehrgeiziges Projekt:

Grund zum Dank hat der Musikverein reichlich, aber auch Grund zum Stolz.

Was hier in drei Jahren, allen Widrigkeiten zum Trotz, entstand, kann sich sehen lassen.

 

Gefördert wurde das ehrgeizige Projekt aus Mitteln des Bayerischen Kulturfonds und der Gemeinde sowie aus zahlreichen Geld- und Sachspenden und mit Hilfe engagierter Unterstützung durch einheimische Firmen.

Kernstück aber war die Eigenleistung der Musiker selbst - sie brachten die wahrhaft gigantische Zahl von 12 800 Arbeitsstunden auf.

 

Der damalige Vereinsvorstand Markus Hofmann verglich die lange Bauphase recht originell mit einem Musikerausflug. Er habe 1994 damit begonnen, dass Dirigent Martin Jall einenTraum hatte - er träumte von einem eigenen Musikerheim. Jall schilderte der Kapelle seinen Traum so plastisch, dass der Entschluss bald feststand: Wir wollen uns auf diese Reise begeben!

 

Bei der Regierung getankt:

Als Busunternehmen, so Hofmann, wählten die Stettener die Firma Muskelkraft, "weil sie mit Abstand das günstigste Angebot abgab". Da der Tank fast leer war, ging die Fahrt zur Tankstelle, sprich, zur Regierung von Schwaben. Als Busfahrer (Bauleiter) wurde aus den eigenen Reihen Peter Holdenrieder gewonnen.

 

Schon auf den ersten Kilometern gab es eine Umleitung, die die Fahrt um ein ganzes Jahr verzögerte: Sie führte vom Bahnberg über die alte Sparkasse zum Wertstoffhof. "Kleinere , Hindernisse, wie einen fünf Meter überstehenden Wertstoffhof, beseitigten wir mit der Motorsäge selbst, und so ging's zügig weiter," erzählte Hofmann humorvoll.

 

Auch Martin Jall ließ die Entwicklung des Projekts nochmals sehr lebendig Revue passieren und hob vor allem auf den Tatendrang seiner Musikerkollegen ab.

Das Haus sei ein Beweis für die Feststellung: Gemeinsam sind wir stark! Jall ging besonders ein auf die Verdienste von Franz Miller, Karl Fesenmeier, Erwin Vogel und - allen voran - Markus Hofmann.

Herzliche Glückwünsche sprachen dem Verein natürlich auch die Ehrengäste aus: Stellvertretender Landrat Georg Fickler, ASM-Bezirksdirigent Peter Müller und MdL Franz Pschierer. Dieser würdigte die Wärme und Harmonie, die das mit Liebe zum Detail ausgestattete Haus ausstrahle. Die staatlichen Gelder seien hier bestens angelegt.

Stettens Bürgermeister Otto Jörg stellte fest, das Werk reiche "über unsere Lebensspanne hinaus" und stehe offen für alle. Er sei "stolz auf unsere Blasmusik".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musikerheim